Priorisieren in der Holakratie: Warum es so schwer ist – und warum das nicht nur ein individuelles Problem ist

Holakratie überträgt die Priorisierung von Arbeit konsequent an Rollen. Purpose, Kreis-Purpose, Strategien und Accountabilities bilden dafür den formalen Rahmen. Alles klar soweit.

In der Praxis beobachte ich aber oft ein strukturelles Dilemma:
Während operative, wiederkehrende Tätigkeiten sich gut priorisieren lassen, gilt das für viele andere Arbeiten nicht. Führungsfeedback, Prozessverbesserungen, Governance-Reflexion oder organisationsweite Initiativen zahlen meist nur mittelbar und zeitverzögert auf den Purpose ein. Genau diese Arbeiten konkurrieren aber täglich mit dem operativen Geschäft.

Das Ergebnis ist häufig kein schlechtes Priorisieren, sondern Zurückhaltung:
Spannungen werden nicht ins Tactical eingebracht, Projekte nicht angefragt, systemisch wichtige Arbeit verschoben – aus Angst vor Überlastung bei sich selbst oder bei anderen Rollen.

Dieses Spannungsfeld bleibt auch dann bestehen, wenn Holakratie „richtig verstanden“ ist. Es handelt sich nicht um ein individuelles Versagen, sondern um eine kollektive Lernaufgabe:
Wie priorisieren wir Arbeit, deren Nutzen nicht unmittelbar sichtbar ist, aber langfristig entscheidend für die Organisation?

Um dieses Dilemma greifbarer zu machen, habe ich meine Gedanken mit ChatGPT aufbereitet und daraus Materialien mit NotebookLM generieren lassen:

  • eine Infografik, die das Spannungsfeld zwischen operativer und systemischer Arbeit visualisiert
  • ein kurzes Erklärvideo, das die Logik hinter dem Priorisierungsdilemma erläutert
  • sowie einen Podcast-Impuls, der das Thema aus Organisations- und Entwicklungsperspektive einordnet

Fazit: Oft ist Priorisieren eine Fähigkeit, die Teams/Kreise/Organisationen erst gemeinsam entwickeln müssen.


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